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Quellennachweis in der Datenbank des Herrn Kretschmer

Datenbank Ahnendaten


Als fünftes und sechstes Kind des Peter Anton Brand und seiner Ehefrau Margaretha Barbara, geborene Mend, sie hatten am 19. Juli 1812 geheiratet, werden nun am 06. Oktober 1822 der Sohn Maximilian und sein Zwillingsbruder Carl in Feuchtwangen geboren.

Peter Anton -oder laut seiner Geburtsmatrikel auch Petrus Antonius- ist zu dieser Zeit 1. Assessor beim Landgericht in Feuchtwangen, bevor er dann am 29. März 1837 diese Position am Landgericht Ansbach einnimmt.

Maximilian bekommt noch sechs weitere Geschwister. Da drei der Kinder früh verstarben, sind es nun also acht Kinder die gemeinsam aufwachsen. Sie leben und wohnen nun in Leutershausen bei Ansbach.

 

Die älteste Schwester, Babette Luise, 1813 noch in Uffenheim geboren, heiratet 1839 in Frohnhof den Johann Georg Kleinschroth, von Beruf Rentenverwalter des Freiherrn von Eyb.

Sie bekommen dort bis 1847 fünf Kinder.

 

Am 25. August 1850 stirbt der Vater Peter Anton im Alter von 69 Jahren.

 

Am 17. Mai 1853 heiratet der älteste Bruder Gottlieb Ludwig Brand, er ist Bezirksamtman in Weißenburg, in Leutershausen die Christiane Natalie, geborene Diez aus Untermerzbach.

Das erste von drei Kindern wird am 29. August 1854 in Leutershausen geboren. In dieser Geburtsmatrikel wird der -Konditorgehilfe "Max" in Augsburg als 3. Pate des ersten Kindes des Gottlieb Ludwig Brand und Bruder des Vaters- erwähnt.

 

Am 09. Februar 1858 heiratet Maximilian, in Hof, die Aline Barbara Maria, geborene Schneider. ( siehe Heiratsmatrikel)

  • Pfarramt St. Michael, Hof, Heiraten, Nr. 7, 1858:
    Der Bürger u. Conditior Hr. Maximilian Brand dahier, 2ter Sohn des weil. Herrn Peter Brand, kgl. Landgerichtsassesssor zu Leutershausen u. sr. Ehefrau Babetta, geb. Marth
    (*Anm: richtig = Mend) aus Nordheim, wurde mit Jungfrau Aline Barbara Maria Schneider, ältesten Tochter des Hn. Johann Friedrich Schneider, Bürgers u. Kaufmanns dahier, u. sr. abgeschiedenen Frau Dorothea Sabine, geb. Ruckdeschel von hier [Zeichen für Dienstag] den 9 / neunten / Februar copulirt (die Brautl. ev. luther. - Heir. Lic. des Stadt.M. Hof [=Heiratslicens des Stadtmagistrats Hof] v. 11. Jan. 1858 N. 4916). Pfarrer Hr. Lorenzpr. [Lorenzprediger] Scheuerlein

 

Er übernimmt die Lebküchnerei aus der Familie der Schwiegereltern.( des Friedrich Albrecht Schneider (Onkel der Ehefrau)

 

am 17 März 1859 wird der Sohn Ernst Wilhelm Theodor geboren

( siehe Geburtsmatrikel)

  • Pfarramt St. Michael, Hof, Taufen, Nr. 145/1859:
    Haus Nr. Hof 170, Brand Ernst Wilhelm Theodor, des Herrn Maximilian Brand, Bürgers und Conditors dahier und seiner Ehefrau Maria Alina Barbara, geb. Schneider von hier, beide evangelisch lutherisch, Sohn wurde geboren Donnerstag, den 17 März Mittags 1 Uhr und getauft Mittwoch, den 30. des Monats.

  • Paten : 1) Herr Ernst Brand, Dr. med. in Stettin, 2) Frau Dorothea Sabina, des Herrn Friedrich Schneider, Bürger und Kaufmanns abgeschiedene Ehegattin, geb. Ruckdeschel von hier.

 

Maximilian stirbt kurze Zeit später am 02. Mai 1859 an der wohl damals schon verbreiteten und berufsbedingten Staubkrankheit für Bäcker und Müller, die erst nach 1900 in einen richtigen Zusammenhang gebracht wird.

( siehe Sterbematrikel)

  • Pfarramt St. Michael, Hof, Sterbefälle, Nr. 128, 1859.
    Hof 170 - Herr Maximilian Brand, Bürger u. Conditor dahier, starb [Zeichen für Montag] den 2 /zweiten/ May fr. 3 U, beerdigt [Zeichen für Mittwoch] den 4. e. m., alt 36 Jahre 6 Mte 26 Tage. Lungen- und Darmtuberculose. Irrenhaus 5 xr [= Kreuzer] 1/2 Chor 22 1/2 xr (es folgt die Sterbestatistik nach ledig, männlich, weiblich]. Wer behandelt: Dr. Langhof. Wer besichtigt: Rintsche.

 

Seine Frau Alina nimmt sich am 18. August 1874 das Leben

( siehe Sterbematrikel)

  • Pfarramt St. Michael, Hof, Sterbefälle, Nr. 309, 1874:
    Hof 695 a - Aline Barbara Marie, des Maximilian Brand, Bürgers u. Conditiors hier Wittwe, starb [Zeichen für Dienstag] den 18. /achtzehnten/ August Nachts ... im Wald am Otterberg, beerdigt [Zeichen für Freitag] den 21. ej. m., alt 44 Jahre, 4 mte 28 Tage. Verblutung durch Selbst.. öffnen der rechten Pulsader.

  • Irrenhaus 5 xr [Kreuzer] 1/2 Chor 22 1/2 xr.

  • Wer besichtigt: Dr. Fuchs.

  • Sie wurde 44 Jahre 4 M und 28 Tg alt.

 

 

Über den Sohn wird noch folgendes in einer Chronik berichtet

( siehe Familienchronik Schneider, Familiengeschichte, Hans Schneider, (Privatdruck (ohne Jahr), vermutlich um 1970 niedergeschrieben), S. 4 f)

  • "Brandt's hatten nur einen Sohn. Er studierte in Leipzig und brachte dort viel Geld mit Schauspielerinnen durch. Machte dann in Stralsund das Kapitänspatent, ließ sich von den Eltern auszahlen und wanderte aus nach Australien. (...) Es ist nicht bekannt, wie Brandt in Australien weiterkam. In den 30er Jahren erhielt mein Vater eine Zustellung des Erbschafts-Gerichtes Hof, derzufolge ein Testament von Brandt vorlag, das nun wegen Zeitablaufes eröffnet werden müßte. Mein Vater war mit erbberechtigt. Er und alle anderen Erben lehnten aber ab, da es zu riskant war, denn wenn nach dem Tod eines Erblassers Schulden vorhanden sind, müssen diese von den Erben übernommen werden und die Gefahr bestand".

 

Soweit die zitierten Funde aus der Ahnendatenbank des Herrn Kretschmer, die ich 2009 gefunden und korrespondiert habe.

 

Natürlich waren darin Formulierungen enthalten, die ich nicht so ohne weiteres und unbesehen stehen lassen wollte. Also ging die Faktensuche weiter.

 

Der Zwillingsbruder Carl ist dabei wichtig

Als Rechtspraktikant in Mindelsheim und als der 2. Pate des ersten Kindes des Gottlieb Ludwig Brand und Bruder des Vaters erwähnt 1854 in Leutershausen

 

BIOGRAPHIE: Er ist auf der Nachlassregelung seiner Schwägerin, Maria Brand, geb. Schneider aus Hof, am 20.11.1874 Seite 1 erwähnt.

Sein Neffe Ernst Wilhelm Theodor ist da gerade 16 Jahre alt.

 

Daraus folgte die Biographie Datenänderung des Sohnes Ernst Wilhelm Theodor Brand

BIOGRAPHIE:

Die Nachlassregelung wird vom Onkel Carl Brand, Notar in Ansbach, geführt mit dem Assessor Dorfmüller.

Besuch, lt. verhandelter Nachlassregelung der Mutter am 31.12.1874, der Gewerbeschule in Ansbach, Mittelfranken, Bayern,

Vormund ist der Herr Kaufmann Friedrich Gebhardt

 

Ein Studium in Leipzig ist derzeit nicht nachweisbar.

 

Ein Kapitänspatent in Stralsund ist derzeit nicht nachweisbar.

 

Eine Auswanderung ist derzeit nicht nachweisbar.

 

Frage ob evtl. WK I Teilnehmer ?

 

Frage des Verbleib, Aufenthalt, Obhut als Mündel mit 16 Jahren (ab 1874) weiter ungeklärt

 

Frage des Inhaltes des von den Erben abgelehnten Vermächtnisses und das Sterbedatum

 

Stand der Nachforschungen bis Nov.2009- 2016 CBra